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Das Zelt war weg

Und dennoch und erst recht feierte die CDU Dunningen-Eschbronn sein 40-jähriges Jubiläum

 

Und plötzlich war es weg. Nicht vom Winde verweht – die Formulierung klingt zu harmlos – nein, vom Sturm weggerissen wurde das Zelt des CDU-Ortsverbands Dunningen-Eschbronn, aus der Verankerung gerissen und lag ganz weit weg von der Stelle bei der Sitzgruppe nahe der Christophorus-Kapelle zertrümmert im Acker. Zwei Tage vor der 40-Jahrfeier! Und nahezu alles war darin schon vorbereitet gewesen.

Was tun? Verzagen und schimpfen hilft nichts, gar nichts. Wer Karl-Heinz Bantle, der den CDU-Ortsverband seit 21 Jahren anführt und damit mehr als die Hälfte seines Bestehens, und seine Mannschaft kennt, der ahnt es: In aller Eile abbauen, was einst im Zelt war, mit dem Platz vor der Realschule eine neue Bleibe suchen und ein zweites Mal alles aufbauen. Gesagt getan. Eine Meisterleistung!

Seit 20 Jahren ist / war die CDU Dunningen stolz auf ihr Zelt. Vorbei. Es gibt Schlimmeres, „es ist ja niemand zu Schaden gekommen“, sagte der Ortsvorsitzende. Stimmt. Und so stürzte er sich mit seinem Vize Siegfried Kammerer und mit allen anderen in die Arbeit, um das so lange vorbereitete Fest zum Erfolg werden zu lassen. Und es wurde!

 

Beim Festakt am Samstagabend, nun also unter dem Vordach der Realschule erlebten die Gäste bewegte, bewegende Worte, in aufgeräumter, festlicher Stimmung, dem Ereignis angemessen. Wie könnte eine solche Geburtstagsfeier schöner begonnen werden als mit einem Sektempfang? Der zu Gesprächen in kleinen Gruppen Anlass bot. Der geeignete Beginn für den offiziellen Teil mit Reden, bei denen sich das Zuhören lohnte. Man hätte eine Stecknadel fallen gehört. Es fiel keine.

Vor 40 Jahren, in einer für die CDU nicht leichten Zeit – erstmals im Bund in der Opposition – taten sich einige couragierte, engagierte Mitbürger auf, einen Ortsverband zu gründen. Sie machten genau das, was in allen Reden an diesem Abend anklang: die Notwendigkeit, sich in Parteien am politischen Willensbildungsprozess zu beteiligen.

Nach der Begrüßung durch Karl-Heinz Bantle, nach sehr dezent, sehr angenehm vorgetragenen Musikstücken durch zwei junge Musiker, sagte es der ehemalige Bundestagsabgeordnete, der heute 84-jährige Franz Sauter in seiner so bedeutungsschweren Festrede fast auf sarkastische Art: Man werde heute eher gefragt, ob man noch alle Tassen im Schrank habe, wenn man in der Christlich Demokratischen Union mitmache, als dass man dafür gelobt werde. Und was hat man davon? Man muss den Kopf hinhalten für so vieles, was „die Politik“ mache. Doch was wäre ohne die Parteien, was wäre ohne die CDU?

So wie Karl-Heinz Bantle die Geschichte der CDU seines Ortsverbandes streifte, auch die Bedeutung der Partnerschaft mit Seifersdorf betonte, verdeutlichte Franz Sauter mit seinem geschichtlichen Rückblick auf die Zeit nach dem Ende des Dritten Reiches, der Hitler-Diktatur bis heute, welche Leistung hier zum Tragen gekommen ist und kommt. Er beschrieb die dramatischen Wochen um den Fall der Mauer, berichtete wie er am 9. November durch die Äußerung von Schabowski im Deutschen Bundestag mit zwei Fraktionskollegen die deutsche Nationalhymne anstimmte, die Sozialdemokraten sich damit schwer taten und die Grünen den Plenarsaal verließen …

Und er erzählte, wie er als damaliger CDU-Kreisvorsitzender im Jahre 1964 bei den Bemühungen, den seinerzeitigen Mitgliederstand von etwa 530 erhöhen zu wollen, von Kreisgeschäftsführer Albrecht Fischer zurückgehalten wurde. Er wollte nicht zu viele Mitglieder, „wir zahlen drauf, weil so viel von den Mitgliedsbeiträgen nach oben abgegeben werden muss, und bei zu vielen Mitgliedern kennen wir nicht mehr alle.“ Heute denken wir darüber deutlich anders.

 

Die längste Friedensperiode seit Karl dem Großen

 

Anekdoten, Geschichten, Einordnungen, eine Replik auf unsere Erfolgsgeschichte. Und der Satz: „Seit Karl dem Großen erleben wir die längste Friedensperiode in der Geschichte unseres Vaterlandes.“

Dies alles hat auch mit Personen zu tun: „Wir dürfen Vertrauen haben in Bundeskanzlerin Angela Merkel und in Volker Kauder“, dem, so ein anderer Redner an diesem Abend, „wichtigsten Mitarbeiter der mächtigsten Politikerin der Welt.“

Am Tag, nachdem er gerade mal 36 Stunden zuvor im Morgenmagazin des ZDF enorm Wichtiges zur Euro-Schuldenkrise gesagt hatte, im Vorfeld des Besuchs des griechischen Premierministers, klare Position bezogen hatte, die von der gesamten Presse aufmerksam aufgenommen worden ist. Weil er sich seiner Verantwortung als Chef der Unionsfraktion sehr bewusst ist.

 

Er nahm den Ball von Franz Sauter, seinem Vorgänger als Abgeordneter des Wahlkreises auf, den hinsichtlich der Notwendigkeit, sich für unsere Demokratie zu engagieren, und beschrieb die Situation rund um die Krise, die viel mit Griechenland zu tun hat, bei der es aber um mehr geht: um die Vision Europa: „Für uns ging es damals um die Sicherung des Friedens. Dies spielt heute für die jungen Leute keine Rolle mehr. Für sie, die Jungen, ist Europa die Lebensversicherung für den Wohlstand.“ In einer sich dramatisch veränderten und sich verändernden Welt, in der wir nur als Europa eine Chance im globalen Wettbewerb haben.

Von schweren Tagen sprach Volker Kauder, von dem Druck, der auf denjenigen lastet, auf die es ankommt. Aber er wäre nicht der Volker Kauder, den wir kennen, wenn er nicht mit ganz viel Optimismus und dem gläubigen Vertrauen die Arbeit tun würde und dieses Gefühl auch an dem Abend vermittelt. So wirkte es rundum glaubwürdig, wenn er davon sprach und die Sicherheit vermittelte, dass es möglich sein werde, ähnlich wie bei der Krise 2008/09 auch hier stärker herauszukommen als dies zuvor der Fall war.

Mit Klarheit. Nicht aber mit der Vergemeinschaftung von Schulden. Einem Ansinnen, dem die Opposition in Deutschland das Wort redet, und das eigentlich kaum jemand nachvollziehen kann. Wie gesagt: Es kommt auf die Personen an, die die Politik gestalten.

Auch im ländlichen Raum. Bei einem kleinen Seitenhieb auf die Äußerung eines  SPD-Ministers im Land hinsichtlich der eher vernachlässigbaren Bedeutung des ländlichen Raumes hätten sich eigentlich die anwesenden SPD-Mitglieder samt des örtlichen Vorsitzenden einigermaßen verschämt abwenden dürfen und / oder dabei Entschuldigungsformeln suchen sollen. (Vielleicht will die SPD nun wirklich keine Volkspartei mehr sein. Kann ja sein.)

 

Was die Kraft verleiht

 

Franz Sauter hatte seine Rede mit einem Liedtext von Paul Gerhardt aus dem Jahr 1643 beendet, in dem dieser Gott um den Frieden angefleht hat. Voller Optimismus mitten in dem so fürchterlichen Dreißigjährigen Krieg. Wer auf festem Fundament steht, so wie Franz Sauter und Volker Kauder, kann gerade daraus die Kraft schöpfen und so Politik in besonderer Zeit gestalten.

Auch an der viel beschworenen, so notwendigen Basis. Der stellvertretende Kreisvorsitzende Lothar Reinhardt nannte in seinem Grußwort die Leistungen, die in dem nun 40 Jahre alten Ortsverband erbracht worden sind: die Sitzbänke, die Integration sozialer Schichten, Ausfahren, Aktionen für Kinder und vieles mehr.

 

Ohne Volker Kauder würden wir noch Jahre warten

 

Und da ist die Zusammenarbeit mit den Abgeordneten. Bürgermeister Gerhard Winkler, wie sein Kollege Walter Ziegler aus Eschbronn, kein CDU-Mann, würdigte die Arbeit des Ortsverbands, lobte aber ganz besonders Volker Kauder, „ohne dessen Hilfe wir noch viele Jahre auf die Umfahrung Dunningen warten müssten.“

Kurz und präzise gratulierte der Vorsitzende des Dunninger Vereinsrings, Karl Storz, der CDU zum Jubiläum, ohne Geschenk, „aber so viel kann ich verantworten, das Geschirrmobil gibt’s  50 Prozent billiger.“ Viel Beifall. Und eine nette Geste angesichts des Zeltverlustes, der immer wieder mal Thema war, doch nie im Zorn, sondern stets „So ist es halt.“ Punkt.

Einen Punkt setzte gegen Schluss Siegfried Kammerer, der allen dankte für das Gelingen dieses Festaktes, vor allem aber Karl-Heinz Bantle für seine große Leistung.

Und somit war das Buffet eröffnet. Ein ganz Feines hinzu, das dem gesamten Geschehen den würdigen Abschluss gab.

 

Aber am nächsten Tag ging’s ja weiter. Zuerst mit dem Gottesdienst, eben auch nicht im Zelt, wie vorgesehen, sondern in der Kirche. Dem folgte ein zünftiger Frühschoppen, zu dem die Festtagsmusiker des Musikvereins gekonnt aufspielten. Und dies weit länger als oftmals ein Frühschoppen geht – die zahlreichen Besucher an diesem Morgen ließen die Musiker einfach nicht gehen. Und diese ließen sich auch durch einen kurzen, heftigen Regenschauer nicht davon abhalten, zu Steak und Würsten die flotten, schmissigen Weisen beizusteuern. Wie sehr die CDU in Dunningen in der Bevölkerung verankert ist, zeigte manchen erstaunten Beobachtern die Tatsache, dass fast die ganze Zeit über nahezu alle Bänke vollbesetzt waren. Und die fleißigen Helfer – alles unter CDU-eigener Regie – unaufhörlich unterwegs sein mussten, damit Hunger und Durst keine Chance hatte. Die gute Laune dagegen schon.

 

Herzlichen Glückwunsch an den CDU-Ortsverband Dunningen-Eschbronn zum 40-jährigen Bestehen!

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40 jähriges Jubiläum der CDU Dunningen-Eschbronn

Der Hl. Christophorus dürfte seine Favoritenrolle als Schutzpatron des CDU Ortsverbandes Dunningen-Eschbronn eingebüsst haben. Obwohl das Festzelt zum 40 jährigen Bestehen in unmittelbarer Nähe seiner Kapelle aufgebaut wurde, konnte er nicht verhindern, dass dieses beim verheerenden Sturm am Donnerstag über 100 meter in ein Ackerfeld flog. So musste das Fest kurzfristig in den Pausenhof der Eschachschule verlegt werden
Dort konnte Vorstand Bantle neben zahlreich erschienen Mitglieder und geladenen Gästen an ihrer Spitze Volker Kauder Vorsitzender der CDU/CSU Bundestagsfraktion und den langjährigen Bundestagsabgeordneten und ehemaligen Kreisvorstand Franz Sauter als Festredner begrüßen.
In seiner Laudatio gab Franz Sauter ein geschichtlichen Rückblick auf die Gründung des Südweststaates  und der CDU nach dem Zweiten Weltkrieg, wo sich evangelische und katholische Christen erstmals zu einer gemeinsamen Partei vereinigten. Frühere Versuche in der Weimarer Republick waren zum Scheitern verurteilt. Den Bogen zur aktuellen politischen Lage schlug Volker Kauder und würdigte die Rolle der großen Volksparteien als Garanten für Frieden, Freiheit und Wohlstand. In seinem Grußwort dankte Bürgermeister Gerhard Winkler auch im Namen seines Eschbronner Kollegen Walter Ziegler dem Ortsverband für das Engagement in beiden Gemeinden.
Nach dem Schlußwort von Siegfried Kammerer fand der Festabend, der von Laura Rall und Helmut Schmeh vom Musikverein Lackendorf musikalisch umrahmt wurde, mit der Nationalhymne seinen würdigen Abschluß
Beim Gottesdienst am Sonntagmorgen in der Dunnínger St. Martinskirche rief Pfarrer Dr. Pajor dazu auf sich verstärkt für die Menschen ob jung oder alt, ob gesund oder krank und behindert einzusetzen und auch die Bewahrung der Schöpfung nicht aus den Augen zu verlieren.
Nach dem Gottesdienst unterhielt die Dunninger Festtagsmusik die zahlreichen Festgäste zu Frühschoppen, Mittagtisch und Nachmittagskaffee.

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